Chronik

Der erste Versuch zur Gründung eines Fußballvereins wurde bereits 1968 in Schöfweg unternommen; immerhin war auch schon ein Startkapital von 50 DM vorhanden. Da es aber mit der Vereinsentwicklung nicht voranging, wurde der Kasseninhalt von der damaligen provisorischen Vorstandschaft am Stammtisch zweckentfremdend verprasst.
Nach zweijährigen Geburtswehen war es dann doch soweit, dass im März des Jahres 1970 ein Sportverein aus der Taufe gehoben werden konnte. Die Initiative für die Vereinsgründung war damals in erster Linie von Anderl Aulinger, Sepp Weinberger, Egon Slawik und dem Jugendspieler Norbert Fischer ausgegangen, die beim Nachbarverein Untermitterdorf Fußball spielten.
Da keine Unterlagen von der damaligen Gründungsversammlung vorliegen, ist es sehr schwierig, die genaue Anzahl und die Namen der Versammlungsteilnehmer zu ermitteln. In die erste Vorstandschaft wurden gewählt:

  • 1. Vorstand Albert Baumann
  • 2. Vorstand Hans Geier
  • Kassier Josef Wurstbauer
  • Schriftführer Hans Himpsl
  • Organisationsleiter Xaver Franz Vogl
  • Trainer Roland Menzel.

Das Amt des Platzwartes übernahm Heinrich Wagner ein. Eine Wiese an der Stelle des Sportplatzes stelle der damals noch keine 20 Jahre alte Anderl Aulinger dem Verein zur Verfügung. „Zu Lebzeiten meines Vaters – dieser war kurze Zeit vor der Vereinsgründung gestorben – hätte der Sportverein nie auf dieser Wiese spielen dürfen, denn mein Vater hatte überhaupt kein Verständnis für den Fußballsport“, so Anderl Aulinger. Wie alle Arbeiten am und auf dem Platz, die in Eigenleistung von Vereinsmitgliedern durchgeführt wurden, so wurden auch die Tore von Norbert Fischer aus Holz hergestellt, da kam es auch nicht so genau darauf an, ob die Balken unten etwas dicker waren.

Das Auftaktspiel auf dieser „Spielwiese“ wurde am Kirchweihsonntag des Jahres 1970 gegen die DJK Grattersdorf mit 5:3 Toren gewonnen. Aufgrund guter Ergebnisse in den Freundschaftsspielen startete man frohgemut in die erste Pflichtspielsaison der C-Klasse Grafenau, doch am Ende der Saison 1970/71 fand man sich auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Das sollte aber nicht das letzte Mal sein, denn insgesamt siebenmal blieb die „rote Laterne“ in Schöfweg hängen. 1971 erfolgte die Gründung einer Jugendmannschaft. In der Saison 73/74 griff erstmals eine Reservemannschaft im Kampf um die Punkte ein. Im Jahre 1974 erfolgte dann auch die Vereinseintragung beim BLSV. 1976 war der Verein in der Lage, auch eine Schülermannschaft aufzustellen. Seit nun fast 30 Jahren besteht die Alte-Herrenmannschaft, sie konstituierte sich 1980. Als sich 1989 auch weibliche Jugendliche für den Fußballsport interessierten und sich zu einer Damenmannschaft zusammenschlossen, war in Schöfweg fußballmäßig alles vertreten; doch die Damen „spielten“ nur einen Sommer, dann war es mit ihnen auch leider wieder vorbei.
1981 erzielte die erste Mannschaft zum ersten Mal den Aufstieg in die B-Klasse Mittlerer Wald, nachdem man im Relegationsspiel in Schweinhütt als Tabellenzweiter den SV Arnbruck mit 4:2 besiegt hatte. Bis heute ist der SV Schöfweg insgesamt sechsmal in die B- bzw. jetzt Kreisklasse aufgestiegen. Der letzte dieser Aufstiege gelang mit einer sehr jungen Mannschaft in der Saison 2008/2009. Besonders erfreulich ist dabei, dass die komplette Mannschaft inklusive den beiden Trainern Schwankl Fred und Lichtenegger Alois aus Eigengewächsen des SV Schöfweg bestand. Von den 20 Saisonspielen konnten 18 Siege und ein Unentschieden errungen werden. Die jungen Spieler mussten also nur eine Niederlage verkraften.
Nach drei durchaus erfolgreichen Jahren in der Kreisklasse Mittlerer Wald schrieben die beiden Trainer Schwankl Alfred / Lichtenegger Alois und ihr Team in der Saison 2011/12 dann erneut Vereinsgeschichte. Mit 66 Punkten in 26 Spielen durfte man die solange ersehnte Kreisklassenmeisterschaft feiern und der SV Schöfweg stieg somit erstmals in die Kreisliga Bayerwald auf.

Gründungsmannschaft

gruendungsmannschaft

Stehend v.l.: Trainer Roland Menzel, Sepp Weinberger, Norbert Fischer, Hans Altmann, Ludwig Hüttinger, Willi Weiß, Andreas Aulinger sen.
Kniend v.l.: Egon Slawik, Heinrich Miedl jun., Alois Winklbauer, Herbert Veit, Reinhard Schiller
(Hans Hies und Heinz Fuckner nicht am Bild)